Kurzbeschreibung der Methode: 
Ein wöchentlich fester Ehrenamtstag bündelt verschiedene niedrigschwellige Aktivitäten an einem Ort. Menschen können flexibel teilnehmen – ohne langfristige Verpflichtung. Durch gemeinsames Tun (z. B. Lebensmittel retten, kochen, werkeln, Kleidung tauschen) entstehen Begegnungen, Aktivierung und soziale Vernetzung über Generationen und Kulturen hinweg.
Ablauf: 
Ein fester Wochentag wird als offener Ehrenamtstag etabliert. Mehrere Aktivitäten finden parallel oder aufeinanderfolgend statt: Lebensmittelrettung und gemeinsames Frühstück, Kochen, handwerkliche Projekte, Sprachpraxis, Modekeller oder Kleiderkammer. Interessierte können spontan dazukommen und sich je nach Interesse einbringen. Es braucht keine feste Zusage – Mitmachen ist flexibel möglich. Die unterschiedlichen Angebote greifen ineinander: Wer Lebensmittel rettet, kocht später mit; beim Frühstück entstehen Gespräche; beim Werkeln oder Sortieren wird informell Sprache geübt. Haupt- und Ehrenamtliche begleiten den Tag, schaffen Struktur und sorgen für eine einladende Atmosphäre. Ziel ist es, Begegnung durch gemeinsames Tun zu ermöglichen und Ehrenamtliche miteinander zu vernetzen.
Chancen: 
Die Methode schafft niedrigschwellige Beteiligung ohne Verpflichtungsdruck. Unterschiedliche Angebote sprechen verschiedene Interessen an – so findet jede*r einen Zugang. Das gemeinsame Handeln stärkt Selbstwirksamkeit, fördert interkulturellen Austausch und wirkt sozialer Isolation entgegen. Besonders Menschen mit Depressionen oder Ausgrenzungserfahrungen profitieren von der offenen Struktur.
Mögliche Probleme: 
Werden zu viele Aktivitäten gleichzeitig angeboten, kann Unübersichtlichkeit entstehen. Ohne klare Tagesstruktur und Ansprechpersonen droht Überforderung. Wichtig ist eine gute Koordination, transparente Aufgabenverteilung und ausreichend Begleitung. Zudem braucht es Sensibilität für unterschiedliche Belastbarkeiten und kulturelle Missverständnisse.
Handlungsfelder: 
Soziale Aktivitäten und soziale Infrastruktur
Stadtteilkultur
Zusammenleben unterschiedlicher sozialer und ethnischer Gruppen
Zielgruppe: 
Alle Anwohner*innen
Dauer: 
2-6 Stunden
Frequenz der Beteiligung: 
Wiederholend
Anzahl der Teilnehmer/innen : 
bis 50
Autor: 
Alina Zimmermann