Kurzbeschreibung der Methode:
Das Pop-Up Café ist eine niedrigschwellige Methode, die Begegnung, Austausch und Beteiligung im Sozialraum fördert. Es handelt sich um ein zeitlich begrenztes, mobiles oder flexibel eingerichtetes Café, das an unterschiedlichen Orten im Stadtteil stattfindet (auf Spielplätzen, in Innenhöfen oder vor sozialen Einrichtungen). Ziel des Cafés ist es, Menschen in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld anzusprechen und miteinander ins Gespräch zu bringen.
Ablauf:
1. Planung und Vorbereitung: Auswahl eines gut erreichbaren Ortes im Stadtteil, Klärung von Genehmigungen sowie Festlegung von Termin und Dauer, Vorbereitung von Ausstattung (Tische, Stühle, Getränke, Infomaterial) und Einbindung von Ehrenamtlichen.
2. Aufbau der mobilen Café-Struktur am geplanten Standort. Sichtbare Gestaltung, um Aufmerksamkeit zu erzeugen und Passant*innen einzuladen.
3. Durchführung: Offene Einladung an alle Bewohner*innen. In entspannter Atmosphäre werden Gespräche geführt, Kontakte geknüpft und Anliegen, Bedarfe oder Ideen der Teilnehmenden aufgenommen. Es wird über bestehende Angebote und Beteiligungsmöglichkeiten informiert.
4. Dokumentation: Sammlung und schriftliche Festhaltung von Rückmeldungen, Anregungen und Gesprächsergebnissen, unter Beachtung des Datenschutzes.
5. Abbau des Cafés und Auswertung der Ergebnisse.
Chancen:
Sehr niedrigschwellig, keine Verpflichtung. Nachmittagsformat erleichtert Teilnahme. Offene Atmosphäre verbindet schnell und fördert Austausch. Die Methode stärkt das nachbarschaftliche Miteinander, fördert Vertrauen und ermöglicht eine direkte, lebensnahe Beteiligung im Sozialraum. Besonders geeignet für generationsübergreifende Begegnung und neue soziale Kontakte.
Mögliche Probleme:
Die Teilnahme kann stark von Wetterbedingungen und dem gewählten Standort abhängen. Ohne ausreichende Öffentlichkeitsarbeit besteht die Gefahr geringer Besucherzahlen. Und die Gespräche bleiben teilweise oberflächlich, da für vertiefte Beteiligungsprozesse oft die nötige Zeit fehlt. Wenn ein attraktives Angebot werden soll, sind die Anschaffungskosten entsprechend hoch.
Handlungsfelder:
Soziale Aktivitäten und soziale Infrastruktur
Stadtteilkultur
Zusammenleben unterschiedlicher sozialer und ethnischer Gruppen
Zielgruppe:
Alle Anwohner*innen
Dauer:
2 Stunden vor Ort, Vor- und Nachbereitungszeit
Frequenz der Beteiligung:
Wiederholend
Anzahl der Teilnehmer/innen :
bis 100