Kurzbeschreibung der Methode:
Im Rahmen einer „aktivierenden Befragung“ wurden Menschen aus unterschiedlichen sozialen und ethnischen Gruppen angesprochen. Es ging um das Zusammenleben, Probleme, Wünsche und mögliche gemeinsame Lösungen vor Ort. Dabei zeigte sich das Bedürfnis nach mehr Begegnung, Austausch und gegenseitigem Kennenlernen. Aus diesen Rückmeldungen entwickelte sich die Idee eines gemeinsamen Picknicks als einfache und verbindende Aktivität.
Ablauf:
Ausgangspunkt ist nicht ein fertiges Angebot, sondern das Interesse, die Ideen und Bedürfnisse der Bewohner*innen im Sozialraum.
Die Umsetzung für das erste Mal:
1. Die Menschen, die sich bereits bei der "aktivierenden Befragung" und durch persönliche Gespräche bereit erklärt haben, werden durch die Fachkraft für Gemeinwesenarbeit zu einem Auftakttermin eingeladen. Hier wird der Ablauf festgelegt.
2. Gemeinsam über den Ort, den Zeitrahmen und den Rahmenplan entscheiden.
3. Aufgaben verteilen (Wer übernimmt welche Aufgaben?)
4. Öffentlichkeitsarbeit gestalten (Einladungen, Flyer, Bekanntmachungen ...)
5. Niederschwellige Teilnahme ermöglichen (Geeigneter Ort, einfache Ansprache, keine besonderen Anforderungen ...)
6. Raum für Reflexion schaffen und Ideen sowie Rückmeldungen für die Weiterentwicklung gemeinsamer Aktivitäten im Sozialraum sammeln.
Chancen:
1. Niedrigschwellige und wirkungsvolle Methode.
2. Aktive Einbindung der Bewohner*innen in Planung und Durchführung.
3. Sichtbarmachung und Nutzung von Ressourcen im Quartier.
4. Geringer organisatorischer Aufwand bei hoher Wirkung.
5. Eine Kombination aus Aktivierung, Partizipation.
Fazit: Eine einfache und effektive Methode zur Förderung von Gemeinschaft, Austausch und Beteiligung.
Mögliche Probleme:
Achten Sie auf die Rolle und Steuerung durch Fachkräfte: Sie sollte zurückhaltend, moderierend, unterstützend und auf Augenhöhe erfolgen. Eine gute Vorbereitung ist notwendig: ein geeigneter Ort, inklusive Ansprache und positive Öffentlichkeitsarbeit. Wenn nicht richtig durchgeführt, können Vorurteile oder sogar Konflikte entstehen.
- Die Wirkung ist oft schwer messbar (Langzeitwirkung).
Handlungsfelder:
Soziale Aktivitäten und soziale Infrastruktur
Sport und Freizeit
Zusammenleben unterschiedlicher sozialer und ethnischer Gruppen
Zielgruppe:
Alle Anwohner*innen
Menschen mit Zuwanderungsgeschichte
Dauer:
2-4 Stunden
Frequenz der Beteiligung:
Wiederholend
Fortlaufend
Anzahl der Teilnehmer/innen :
bis 20
bis 100
über 100