Kurzbeschreibung der Methode: 
Im Rahmen einer Nähstube können sich Kinder, Jugendliche und Erwachsene in verschiedenen Projekten einbringen. Dazu kann z. B. das Nähen von Kostümen für Theater- oder Tanzvorführungen im Quartier gehören. Auch Upcycling-Projekte sind denkbar. Jüngere Kinder können mit kleinen Näharbeiten ohne Nähmaschine an das Thema herangeführt werden.
Ablauf: 
Der Ablauf der Methode richtet sich nach den aktuellen Projekten und den Interessen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Je nachdem, wann die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Zeit haben, finden die Treffen vormittags, nachmittags oder abends statt. Normalerweise gibt es ein Treffen pro Woche, doch wenn für einen bestimmten Anlass genäht wird, z. B. den bald bevorstehenden Auftritt einer Theatergruppe, sind auch mehrere Treffen pro Woche möglich. Die Treffen können dann auch die übliche Zeitdauer von etwa 1,5 Stunden deutlich überschreiten. Angebote für kleinere Kinder hingegen sind kürzer und werden besonders intensiv begleitet.
Chancen: 
Sie ist eine tolle Möglichkeit, sich auch ohne umfassende Deutschkenntnisse aktiv einzubringen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können bei der Arbeit Kontakte intensivieren und ihre Sprachkenntnisse verbessern. Die Arbeitsergebnisse, z. B. Kostüme für Theateraufführungen, können direkt in die Stadtteilkultur eingebracht werden, wo sie für alle sichtbar sind und positive Signale aussenden.
Mögliche Probleme: 
Für die Durchführung einer Nähstube werden Nähmaschinen und mindestens eine Person mit ausreichenden Näherfahrungen benötigt. Die Projektarbeit erfordert ein hohes Maß an zeitlicher und inhaltlicher Flexibilität. Bei Fluktuation von Bewohnerinnen und Bewohnern muss wieder neu begonnen werden.
Handlungsfelder: 
Soziale Aktivitäten und soziale Infrastruktur
Stadtteilkultur
Zusammenleben unterschiedlicher sozialer und ethnischer Gruppen
Zielgruppe: 
Alle Anwohner
Menschen mit Zuwanderungsgeschichte
Dauer: 
1 - 2 Stunden pro Treffen
Frequenz der Beteiligung: 
Wiederholend
Anzahl der Teilnehmer/innen : 
bis 10
Autor: 
Annkathrin Knorr