Kurzbeschreibung der Methode: 
"Was kostet ein Kaffee?" - "Nichts, nur ein Gespräch." Mit unserem Lastenfahrrad, das mit zwei Handgriffen zu einem Kaffee-Tresen samt Sonnenschirm, Flyer-Box und Mülleimer umzubauen ist, brechen wir in die Wohngebiete im Quartier auf, in denen wir nur wenig Kontakt zu Anwohner*innen haben. Eine kleine Bierzeltgarnitur-Bank mit Lehne ermöglicht auch Menschen Gespräche, die nicht lange stehen können.
Ablauf: 
Öffentlichkeitswirksam angekündigt beginnt jeden Frühling erneut die Coffee Bike-Saison. Ausgestattet mit Kaffee, Tee, Keksen, Wasser und Informationsmaterialien brechen wir in verschiedenen Wohngebiete auf. Dort wollen wir etwas über die Bedarfe, Alltagsprobleme und den Sozialraum von Anwohner*innen herausfinden, zu denen es bisher kaum Kontakt gibt. An einem festen Tag zu einer festen Uhrzeit stehen wir für einen bestimmten Zeitraum immer an der selben Stelle und laden zum Austausch bei einem Getränk ein. Ggf. muss der Ort den jeweiligen Zielsetzungen angepasst werden. Es ist möglich, sowohl ganz ergebnisoffene Gespräche zu führen, als auch mit einer bestimmten Fragestellung oder Thematik in das jeweilige Gebiet aufzubrechen. Nachdem das Coffee Bike wieder in der Garage verstaut ist machen wir uns Notizen über die Inhalte der Gespräche.
Chancen: 
Wenn man mit wachem Blick und offenen Augen in einem Wohngebiet steht, kann man viel über das Leben dort erfahren - Verkehr, Kinder, Bausubstanz, wer lebt dort, etc.... Das unverbindliche Gesprächsangebot vor der Haustür als niedrigschwellige Geh-Struktur ist bezüglich schwer erreichbarer Anwohner*innen-Gruppen ein klarer Vorteil im Gegensatz zu einer Komm-Struktur.
Mögliche Probleme: 
Man sollte immer mindestens zuzweit unterwegs sein. Es gibt immer mal wieder auch unangenehme Gesprächspartrner*innen. Außerdem haben wir die Erfahrung gemacht, dass sich eher Leute dazugesellen, wenn man bereits zuzweit im Gespräch ist. Optimal ist die Zugehörigkeit zu verschiedenen Bevölkerungsgruppen bei den Anbietenden. Das aufmerksame Wahrnehmen und aktive Zuhören kostet viel Energie.
Handlungsfelder: 
Soziale Aktivitäten und soziale Infrastruktur
Wohnen und Wohnumfeld
Zusammenleben unterschiedlicher sozialer und ethnischer Gruppen
Zielgruppe: 
Alle Anwohner*innen
Dauer: 
1 mal wöchentlich, mit Vor-/ Nachbereitung 3,5 Std
Frequenz der Beteiligung: 
Fortlaufend
Anzahl der Teilnehmer/innen : 
bis 10
bis 20
bis 50
Autor: 
Ulrike Bodenstein-Dresler