Kurzbeschreibung der Methode: 
Durch persönliche, respektvolle Gespräche auf dem Friedhof werden ältere Menschen niedrigschwellig erreicht. Über kleine Begegnungen, Zeit zum Zuhören und beiläufige Informationen entsteht Vertrauen. So wird der Zugang zu unserem Mittagstreff erleichtert und soziale Teilhabe gestärkt. Unterstützt wird die Methode durch den Besuchsdienst der Kirchengemeinde.
Ablauf: 
Wir suchen gezielt Orte auf, an denen ältere Menschen regelmäßig anzutreffen sind, insbesondere den Friedhof. Gespräche entstehen über Grabpflege, Pflanzen oder das Wetter. Bei passender Gelegenheit wird von der eigenen Arbeit und dem Mittagstreff erzählt. Das Kaffeefahrrad dient als freundlicher Gesprächseinstieg und senkt Hemmschwellen. Menschen in akuter Trauer oder sehr zurückgezogenen Situationen werden bewusst nicht angesprochen. Zeigen Personen Interesse, werden gezielt Verabredungen für die Öffnungstage des Mittagstreffs im Gemeindehaus getroffen. So können sie das Angebot direkt kennenlernen und treffen dort oft auf bekannte Gesichter. Ergänzend verteilt der Besuchsdienst der Kirchengemeinde bei statt Blumen Gutscheine für unseren Mittagstreff bei Geburtstagsbesuchen.
Chancen: 
Wir erreichen ältere Menschen, die sonst kaum Angebote nutzen Es ermöglicht Gespräche in vertrauter Umgebung Wir bauen so Ängste und Hemmschwellen ab Wir stärken Vertrauen und Beziehung Wir fördert soziale Kontakte und Teilhabe
Mögliche Probleme: 
Ansprache in Trauer- oder Rückzugssituationen Zu schnelles „Werben“ statt echtes Zuhören Missachtung persönlicher Grenzen Unklare Informationen zu Angeboten Fehlende Abstimmung mit Kooperationspartnern (z. B. Besuchsdienst)
Handlungsfelder: 
Soziale Aktivitäten und soziale Infrastruktur
Zusammenleben unterschiedlicher sozialer und ethnischer Gruppen
Zielgruppe: 
Alle Anwohner*innen
Ältere Bewohner*innen (ab 60)
Dauer: 
etwa 60 Minuten
Frequenz der Beteiligung: 
Wiederholend
Anzahl der Teilnehmer/innen : 
bis 10
Autor: 
Yvonne Pröpper