Kurzbeschreibung der Methode: 
Ziel ist eine gemeinwohlorientierte Kommunalentwicklung. Menschen unterschiedlicher Interessensgruppen und Lebensrealitäten, die im Alltag kaum oder nur wenig Berührungspunkte haben, kommen zu unterschiedlichen Themen/ Handlungsfeldern der GWA miteinander ins Gespräch. Sie entwerfen ein gemeinsames Zukunftsbild für den Ort, tauschen Perspektiven aus und formulieren konkrete (eigene) Beiträge für ein lebenswerteres Quartier.
Ablauf: 
Die Dialogpartner:innen tauschen sich zu einem vorgegebenen Thema aus (z. B. „Wohnqualität in der Ortsdurchfahrt“). Leitfragen sind: 1. Wie sieht dein Idealzustand unseres Ortes im Jahr 2040 aus? 2. Welchen Beitrag hast du aus deiner beruflichen, gesellschaftlichen oder familiären Rolle dazu beigetragen? Zunächst wird ein gemeinsames Zukunftsszenario entwickelt. Daraus ergeben sich i.d.R. Austausch, Fragen und Hinweise auf Herausforderungen. Je nach Bedarf werden Handlungsoptionen diskutiert oder Informationen bereitgestellt. Anschließend wird der persönliche Beitrag für dieses Zukunftsbild konkretisiert. Die Ergebnisse werden gebündelt und an Verwaltung und politische Gremien weitergegeben und – sofern möglich – im nachbarschaftlichen Umfeld in begleiteten Aktionen umgesetzt
Chancen: 
Die Methode schafft Begegnung zwischen Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven und stärkt gegenseitiges Verständnis. Sie fördert Eigenverantwortung, aktiviert lokale Ressourcen und macht konkrete Beiträge sichtbar. Durch das Zukunftsbild entsteht Motivation statt Problemfokus. Ergebnisse fließen strukturiert in Verwaltung und Politik ein und verbinden unterschiedliche Akteur:innen im Quartier.
Mögliche Probleme: 
Es besteht die Gefahr selektiver Beteiligung, wenn insbesondere ohnehin engagierte oder gut vernetzte Personen teilnehmen. Erwartungen könnten geweckt werden, die politisch oder finanziell nicht erfüllbar sind. Ohne transparente Rückkopplung droht Frustration.
Handlungsfelder: 
Soziale Aktivitäten und soziale Infrastruktur
Umwelt und Verkehr
Wohnen und Wohnumfeld
Zielgruppe: 
Alle Anwohner*innen
Dauer: 
20 Min. bis 2 Std.
Frequenz der Beteiligung: 
Fortlaufend
Anzahl der Teilnehmer/innen : 
bis 20
Autor: 
Marthe Nietfeld