Kurzbeschreibung der Methode: 
Gemeinsame Fahrradtouren mit unterschiedlichen thematischen Aufhängern verbinden Bewegung, Begegnung und Austausch. Die Touren führen durch und um den Stadtteil sowie in angrenzende Regionen. Menschen kommen ins Gespräch, verabreden sich auch unabhängig vom Angebot und unterstützen sich gegenseitig, z. B. bei Reparaturen oder der Anschaffung von Fahrrädern und verabreden sich selbstständig zu neuen Touren.
Ablauf: 
Die Fahrradtouren werden regelmäßig angeboten und öffentlich beworben. Jede Tour hat einen thematischen Aufhänger (z. B. Stadtgrenzen abfahren, besondere Orte entdecken). Die Strecken werden bewusst unterschiedlich geplant: kurze, familienfreundliche Routen sowie längere Strecken für geübte Radfahrende. So ist eine Teilnahme für Kinder, Familien und Menschen mit wenig Bewegungserfahrung ebenso möglich wie für Vielfahrende. Ein großes Augenmerk liegt aber auf den Pausen, denn diese laden zum Austausch ein. Häufig werden Getränke, Kuchen oder gemeinsame Abschlüsse organisiert. Die Planung übernehmen Ehrenamtliche mit Unterstützung von Hauptamtlichen. Das Tempo ist so, dass alle gut mitkommen und sich gemütlich unterhalten können, auf langsam Fahrende wird zwischendurch gewartet. Aufhänger bei uns war die deutschlandweite Aktion: Stadtradeln
Chancen: 
Sehr niedrigschwelliger Einstieg über Bewegung. Unterschiedliche Strecken ermöglichen Teilhabe für alle. Fördert soziale Kontakte, gegenseitige Unterstützung und Eigeninitiative. Menschen, die sich einsam fühlten oder lange inaktiv waren, finden Anschluss und Motivation. Das gemeinsame Fahren bietet die Möglichkeit für Gesprächsthemen, auch wenn sonst weniger Gemeinsamkeiten vorhanden sind
Mögliche Probleme: 
Wetterabhängigkeit. Unterschiedliche Leistungsniveaus erfordern klare Kommunikation zur Strecke. Ohne Begleitung können neue Teilnehmende schwerer Anschluss finden. Das Fehlen eines eigenen Fahrrads kann ein Problem sein (in Verden können kostenfrei Lastenräder ausgeliehen werden, daher hier kein Hindernis)
Handlungsfelder: 
Soziale Aktivitäten und soziale Infrastruktur
Sport und Freizeit
Umwelt und Verkehr
Zielgruppe: 
Alle Anwohner*innen
Dauer: 
je nach Strecke
Frequenz der Beteiligung: 
Wiederholend
Anzahl der Teilnehmer/innen : 
bis 20
Autor: 
Marie Cordes