Kurzbeschreibung der Methode: 
Wie kommt man mit Menschen in Kontakt, von denen man weiss, dass sie neu im Quartier wohnen, aber aus Datenschutzgründen nicht erfährt, wo genau? Mit mehrsprachigen Flyer nicht! Trägerübergreifend haben sich Kolleg*innen in Düsternort mit einem Bollerwagen, Klappstühlen, Kaffee und Keksen auf die Suche begeben. Tolle Haustürgespräche starteten eine Gruppe von > 40 Personen. Das Café findet nun wöchentlich statt und wechselte in feste Räume
Ablauf: 
Ab 2014/2015 wurden viele Geflüchtete in der Stadt dezentral im Stadtteil Düsternort untergebracht. Vielfach wurde deutlich, dass eine Anlaufstelle und Austauschmöglichkeit für die neuen Nachbarn fehlt bzw. bestehende Angebote nicht bekannt sind. Kolleg*innen u.a. des Kinder- und Jugendhauses Horizont, der Sozialarbeit an Schulen, der Migrationsberatung sowie des Nachbarschaftsbüros beschlossen, einmal wöchentlich vormittags ehemalig leerstehende Mietshäuser zu besuchen und vor den Häusern die neuen Nachbar*innen kennenzulernen. Zunächst mit Händen und Füssen wurde beim Kaffee kommuniziert und neue Kontakte geknüpft. Diese führten u.a.zu einem kleinen Vorgartenprojekt und zum Ende des Sommers trafen sich vor den Häusern bis zu 30 Personen. Das wurde dann doch recht viel und so wechselte die Gruppe zum Herbst in die Räume des Kinder- und Jugendhauses - nun kannte man sich ja (aus)!
Chancen: 
Viele Einrichtungen haben eine Komm-Struktur, das Herausgehen aus dem eigenen Haus ermöglichte neue Kontakte und ein Sichtbarmachen der eigenen Tätigkeit. Die neuen Nachbarn freuten sich über den "Besuch", das Interesse und fühlten sich Willkommen im Quartier. In der Folge wurden nicht nur Hilfsangebote wie ehrenamtliche Sprachtreffs genutzt sondern auch gemeinsame Projekte vor Ort umgesetzt.
Mögliche Probleme: 
Bis sich eine Gruppe etabliert, dauert es. Regelmäßigkeit ist sehr wichtig und ein ehrliches Interesse am Kennenlernen. Die Kolleg*innen wollten Kontakte knüpfen und hatten keine z.B. belehrende Agenda, wie man Müll trennt o.ä. Es ging darum, mit den neuen Nachbar*innen ein Miteinander zu etablieren und offen zu sein für Ideen und Wünsche (z.B. ehrenamtlich organisierter Deutschkurs).
Handlungsfelder: 
Soziale Aktivitäten und soziale Infrastruktur
Stadtteilkultur
Zusammenleben unterschiedlicher sozialer und ethnischer Gruppen
Zielgruppe: 
Alle Anwohner
Menschen mit Zuwanderungsgeschichte
Dauer: 
mind. einmal wöchentlich 2 Stunden
Frequenz der Beteiligung: 
Wiederholend
Anzahl der Teilnehmer/innen : 
bis 50
Autor: 
Wencke Lüttich