Wohnquartiere stärken, Integration und Teilhabe fördern!

Landesförderung „Gemeinwesenarbeit und Quartiersmanagement“ 2018

 

Durch die hohe Zuwanderung und die Auswirkungen des demografischen Wandels stehen zunehmend Wohngebiete vor besonderen sozialen, demografischen sowie integrativen Herausforderungen.

In Groß- und Mittelstädten sind dies vor allem die sogenannten „benachteiligten Wohngebiete“ mit ihren unterschiedlichen Problemlagen. Gerade diese Gebiete erfüllen eine wichtige Funktion als „Ankunftsorte” sowohl für Geflüchtete, als auch für Deutsche und Menschen aus unterschiedlichen Zuwanderungsgenerationen.

In kleinstädtischen und ländlichen Kommunen zeigen sich zusätzlich die Veränderungen durch den demografischen Wandel: Abwanderung eines Teils und Alterung des anderen Teils der Bevölkerung beeinflussen und beeinträchtigen die Versorgungslage der Gemeinden und gefährden den Zusammenhalt des Gemeinwesens.

Beide Themen - Integration und demografischer Wandel - berühren nicht nur Teilaspekte des gesellschaftlichen Lebens, sondern alle Bereiche des Gemeinwesens in den jeweiligen Dörfern und Städten, Quartieren und Ortsteilen.

Diese umfassenden Herausforderungen brauchen eine ressortübergreifende und integrierte Vorgehensweise unter maßgeblicher Beteiligung der Bewohnerinnen und Bewohner.

Die niedersächsischen Städte und Gemeinden haben die Herausforderungen einer Erstaufnahme zahlreicher Flüchtlinge erfolgreich gemeistert. Nun gilt es, die zugewanderten Mitbürger zu integrieren. Die Erfahrungen zeigen, dass diese vorrangig in solche Stadtteile ziehen, in denen sie Nachbarn ihrer eigenen Herkunft finden, die ihre Muttersprache sprechen und bei denen sie sich zuhause fühlen. Gleichzeitig ziehen sie in diejenigen Stadtteile, in denen sie bezahlbaren Wohnraum und Chancen auf Beschäftigung finden. Durch eine deutliche Zunahme der Anwohner in den jeweiligen Stadtteilen und Orten können soziale Konflikte dadurch entstehen, dass die soziale Infrastruktur den veränderten Anforderungen nicht mehr entspricht.

Neben der Herausforderung durch größer werdende und dichter besiedelte Stadtteile kommen die Veränderungen durch den demografischen Wandel, insbesondere in kleinstädtischen und ländlichen Kommunen, hinzu: Abwanderung eines Teils und Alterung des anderen Teils der Bevölkerung beeinflussen und verschlechtern die Versorgungslage der Gemeinden. Verschieben sich dann die sozialen Gefüge durch eine steigende Migrationssituation, so ist eine gelingende Integration sowohl in Ballungsgebieten als auch im ländlichen Raum oft schwer umsetzbar.

Aufgrund dieser Herausforderungen und um die Entwicklung von innovativen Lösungsansätzen zu unterstützen, hat das Land die Modellförderung „Gemeinwesenarbeit und Quartiersmanagement“ geschaffen. Die Fördermittel werden über diesen Wettbewerb ausgelobt. Im Wettbewerbsverfahren 2017 hat die Jury 16 Projekte für eine Förderung ausgewählt.